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Tauchen, Innovation

Projekt Unterwasserdrohnen: DLRG Bayern trainiert im Indoor-Tauchzentrum

Veröffentlicht: , 14.01.2022
Autor: Vk
So sieht der Drohnenpilot die Situation. Foto: Kai Kvasnicka
Dr. Michael Gröger steuert die Drohne vom Laptop aus. Foto: Thorsten Lück
Die Seasam-Drohne im Tauchturm

Obstacle Avoidance, Autonomeous Inspection Mode, Supervised Follow Me, Hydrophone... Viele neue Begriffe prasselten auf die Projektgruppe Unterwasserdrohnen beim jüngsten Schulungs-Wochenende im Indoor-Tauchzentrum bei Erding ein.

Thema der Schulung war unsere neueste Unterwasserdrohne "Seasam" vom französischen Herstellers Notilo.

Da heißt es Drohne einschalten, Selbsttest abwarten, Drohne und Controller kalibrieren - und schon geht die Drohne ins Wasser. Mit dem Controller steuern wir die Drohne durch Fenster oder Kanäle durch die Becken der ehemaligen Sauerkrautfabrik – unter Sichtkontrolle bei klarem Wasser und Videobild in HD Qualität kein großes Problem. Aber wie navigieren wir bei schlechter Sicht? Wie erkennen wir ein Objekt im Wasser ohne ein klares Videobild? Durch vier an der Unterseite angebrachte Hydrophone erkennt die Drohne Hindernisse im Umkreis von eineinhalb Metern - soweit so gut, Hinderniserkennung geht. Wenn das Fenster allerdings schmaler als 1,50 m ist, bleibt nur die Video-Kontrolle.


Unser Hauptaugenmerk liegt aber an diesem Wochenende vor allem auch bei dem neuen Sonar - mit dem Oculus Multibeam Sonar sollte der DLRG ein mächtiges Werkzeug zur Suche und Navigation auch bei unsichtigem Gewässer zur Verfügung stehen. Kann es unsere Erwartung erfüllen? Um eine Vermisstensuche zu simulieren, gehen wir mit Tauchausrüstung ins Wasser und legen uns still auf den Boden.  Natürlich sehen wir den Taucher auch im Videobild - aber wir können ihn vor allem auch im Sonarbild optimal erkennen - von der Seite betrachtet sehen wir deutlich den Schallschatten, den der Taucher und vor allem auch seine Arme und Bein werfen: das Ergebnis ist eindeutig! Wird dies auch in der Realität funktionieren? Dazu müssen wir ins Freiwasser - unser Arbeitsauftrag für das Frühjahr.

Aber nicht nur die erste Erprobung des Sonars steht auf dem Programm, sondern auch die notwendigen Wartungsarbeiten an der Drohne. Also bauen wir unter Anleitung unseres Trainers unsere Drohne auseinander. Demontage der Schutzhülle, Aus- und Einbau eines Antriebs, einer Lampe oder eines der vier Hydrophone - danach wieder die Hülle montieren:  fertig. Funktioniert noch alles? Als letzte Aktion an diesem Wochenende gehen wir noch einmal mit unserer Drohne "tauchen" - finaler Funktionstest und Test einer neuen Einbaulage des Sonars: alles funktioniert wie erwartet.

Mit vielen neuen Eindrücken, angepasster Erwartungshaltung und z.T. auch Ernüchterung (z.B. bzgl. der Akkulaufzeit bei Sonarbetrieb) fahren wir wieder nach Hause. Im Frühjahr 2022 geht es in den heimischen Seen und Flüssen mit der realen Erprobung weiter.

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