Rettungsschwimmen

Nachdem die Jugendlichen das "normale Schwimmen" bereits erlernt und ihren Leistungsstand in den Jugendschwimmabzeichen bewiesen haben, beginnen sie bei Interesse die Rettungsschwimmausbildung. Hier erlernen sie das Rettungsschwimmen von der Pike auf.

Die erste Stufe ist der "Junior-Retter", bei dem die Jüngsten sich mit dem Thema "anderen Menschen helfen" anfreunden. Man kann eben nicht einfach so voraussetzen, dass jemand ins Wasser springen soll um einen Ertrinkenden zu retten. Dazu muss man Können und auch Wissen besitzen und die entsprechenden Handgriffe schon einmal geübt haben. Beim Junior Retter werden die Jugendlichen bereits im Alter von 10 Jahren an das Retten und an die Hilfeleistung herangeführt. Dazu gehören natürlich auch Kenntnisse in der Ersten Hilfe und in der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW).

Bei den "Rettungsschwimmabzeichen der DLRG in Bronze / Silber / Gold", werden die Fertigkeiten kontinuierlich vertieft. Den Jugendlichen (ab 12 Jahren!) und Erwachsenen werden Möglichkeiten zur Befreiung aus Umklammerungen und Würgegriffen gezeigt. Die verschiedenen Möglichkeiten, die verunglückte Person zu retten, werden erklärt (Kopfgriff, Achselgriff, Fesselschleppgriff, ...) und dann auch regelmäßig geübt. Wie bekomme ich diese Person auch an Land (bei einem flachen Ufer / bei einem steilen Ufer), fragen sich dann die angehenden Rettungsschwimmer. Diese Frage wird von unseren geschulten Fachübungsleitern und Ausbildern geklärt und dann gezeigt.

Unsere ausgebildeten Rettungsschwimmer sind natürlich auch gleichzeitig Ersthelfer. Die Erste-Hilfe wird bei den Rettungsschwimmausbildungen regelmäßig vermittelt und in regelmäßigen Abständen wiederholt.

Als Rettungsorganisation verfügt die DLRG selbstverständlich auch über diverse Hilfsmittel, die in der Praxis bei der Rettung eingesetzt werden. Sie erleichtern und beschleunigen diese, ja machen sie oft überhaupt erst möglich. Außerdem dienen sie sowohl dem Verunfallten als auch dem Retter zu dessen Sicherheit. Mit diesen Materialien müssen die Retter professionell umgehen können. Deshalb werden die verschiedenen Rettungsgeräte und Hilfsmittel auch immer wieder bei der Ausbildung genutzt und damit geübt, damit die entsprechenden Handgriffe in Fleisch und Blut übergehen.

Zusätzlich zur Rettungsschwimmausbildung kann auch das "Deutsche Schnorcheltauchabzeichen" erworben werden. Hier werden den ausgebildeten Rettungsschwimmern zusätzlich Fähigkeiten vermittelt, mit der Tauchergrundausrüstung (Maske, Schnorchel und Flossen) umzugehen. So können die Schnorcheltaucher z. B. mittels einer Tauchkette in nicht all zu tiefen Gewässern (3 bis 5 Meter) nach vermissten Personen suchen und diese bei Bedarf auch mit Hilfe der Flossen schnellstmöglich an Land bringen.