Schwimmen

In der DLRG werden Kinder etwa ab dem 5. Lebensjahr an das Element Wasser herangeführt. Meist geschieht das in einem Schwimmkurs für Kinder.

Zu Beginn des Schwimmkurses, in der ersten Stunde, werden die Kinder erst einmal mit den Räumlichkeiten (Toiletten, Duschen, Umkleideräume) vertraut gemacht. Sie lernen dabei ihre Ausbilder kennen, machen diese ersten Erfahrungen ohne ihre Eltern.

Dann werden sie mit dem Wasser konfrontiert, wie sie es bisher noch nicht kennen. In der Wassergewöhnung wird ihnen das unbekannte Element spielerisch näher gebracht. Die Kinder gewöhnen sich normalerweise recht schnell an die neue Umgebung und bekommen durch die verschiedensten Spiele ein neues Gefühl für das andere Bewegen im Wasser. Dazu gehört zum Beispiel einmal "das Gesicht ins Wasser halten". Meist begreifen die Kinder schnell, dass das Ungewohnte, Neue nicht schlimm ist, sondern riesig Spaß macht.

Nach der Wassergewöhnung geht es im Schwimmkurs sehr bald um das Thema "Schwimmen lernen". Unsere erfahrenen, qualifizierten Ausbilder und Helfer bringen den Kindern neben Brustschwimmen auch Tauchen und Springen bei, was zum natürlichen Umgang mit dem nassen Element zwingend gehört.

Nun gibt es keinen festen Wert, d.h. keine bestimmte Stundenanzahl, in der ein Kind das Schwimmen erlernen kann oder muss. Menschen sind eben Individuen: Der eine kann es nach 8 Stunden, der andere benötigt 20 Stunden dafür. Deshalb haben wir für unsere Kurse keine feste Anzahl von Stunden festgesetzt, sondern erst wenn das Kind schwimmen kann, geht der Schwimmkurs nahtlos zum Anfängerschwimmen über.

Hier wir das Erlernte vertieft, Neues dazugelernt. Zum Beispiel wird Tieftauchen in kleinen Tauchspielchen geübt, was die Kinder mit sehr viel Spaß gerne mitmachen. Das sichere Schwimmen ohne Schwimmhilfen ist das nächste Ziel. In verschiedenen Leistungsgruppen, je nach den Fähigkeiten der einzelnen Teilnehmer eingeteilt, werden die Kleinen behutsam zu ihrem ersten Schwimmabzeichen, dem "Seepferdchen" begleitet.

Haben sie diese erste Hürde genommen, werden sie in der anschließenden Schwimmausbildung etwas mehr gefordert: das Brustschwimmen wird nochmals verfeinert, es wird intensiver auf das Rückenschwimmen eingegangen, Tief- und Streckentauchen bekommt seinen festen Platz, der Grundstein für das Kraulschwimmen wird gelegt. Werden all diese Anforderungen problemlos bewältigt, kann mit dem Jugendschwimmabzeichen Bronze das nächste Schwimmabzeichen erworben werden.

In der Folge kann mit noch einmal gehobenen Leistungsanforderungen das Jugendschwimmabzeichen Silber erworben werden. Die hochwertigste der normalen Schwimmprüfungen verspricht als Belohnung das Jugendschwimmabzeichen Gold. Hierfür muss der junge Schwimmer schon sehr gut Kraulschwimmen, auch finden sich hier die ersten Ansätze für die spätere Rettungsschwimmausbildung, z.B. das Transportieren eines Ermüdeten. Nach dem Ablegen all dieser Prüfungen können Schwimmbegeisterte anschließend zur nächsthöheren Stufe, der Rettungsschwimmausbildung gelangen.

Natürlich gibt es auch analoge Schwimmabzeichen für Erwachsene.