Der Wasserrettungsdienst ist eine der Hauptaufgaben der DLRG.

 

Die örtlichen Gliederungen der DLRG in Bayern leisten jährlich mehrere tausend Dienststunden Wasserrettungsdienst. Die Mitglieder erbringen diesen Dienst für die Bevölkerung ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und Feuerwehren ist dabei unerlässlich. 

Als Grundausbildung verfügen die Wachgänger über das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber. Spezialisten qualifizieren sich darüber hinaus mit einer Fachausbildung Wasserrettungsdienst oder als Sanitäter, Bootsführer, Einsatztaucher u. a. m.

 

1. Stationärer Wasserrettungsdienst:

Die Lebensretter sind während der Badesaison an Seen, Flüssen und Bädern zur Stelle, um für eine sichere Freizeit am Wasser zu sorgen. Im Winter sichern sie vor allem Eisflächen ab.

Die Wasserrettungsstationen sind, je nach Witterung, grundsätzlich jedes Wochenende und feiertags mit Personal besetzt.

 

2. Zentraler Wasserrettungsdienst Küste

Der Wasserrettungsdienst an der Nord- und Ostsee ist eine Kernaufgabe der DLRG. Die Stabsstelle Zentraler Wasserrettungsdienst Küste (ZWRD-K) in der Bundesgeschäftsstelle versorgt die rund 90 Wasserrettungsstationen mit Rettungsschwimmern. Benötigt werden besonders Rettungsschwimmer (DRSA Silber), die nicht an die Sommerferien gebunden sind, längere Pfingstferien haben und sich im Mai und Juni noch einige Tage frei machen können. Sie sollten sich möglichst schnell in der Stabsstelle melden und einen Einsatz an der Küste vereinbaren. Es wartet eine actionreiche Zeit mit Sommer, Sonne, Strand und Mee(h)r. Bereits ab einer Einsatzzeit von einer Woche werden in dieser Zeit die Reisekosten vollständig übernommen, so dass auch eine längere Anreise nicht die private Kasse belastet.

 

3. Mobiler Wasserrettungsdienst

Strömungsretter:

Für Einsätze in stark strömenden Gewässern wie Wildwasser und Hochwasser verfügt die DLRG über spezialisierte Wasserretter. Diese Strömungsretter arbeiten grundsätzlich im Team. Eine spezielle Schutzausrüstung schützt sie vor den besonderen Gefahren in Flüssen und Überschwemmungsgebieten.

 

Schnelleinsatzgruppen:

Die Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung (SEG) hat vor allem in Regionen mit stark frequentierten Gewässern ohne Wasserrettungsstation einen hohen Stellenwert.

Typische Einsatzmuster sind die Suche und Rettung Ertrinkender, die Abwendung von Umweltgefahren am Wasser, die Bergung von Leichen oder Fahrzeugen aus dem Wasser, Eisrettung und Katastrophenschutz.

Die SEG sind mit Motorrettungsbooten, Eisrettungsschlitten, Tauchgeräte und weiterem Rettungsgerät ausgerüstet. Grundsätzlich besteht eine SEG aus mindestens einem Bootstrupp und einem Einsatztauchtrupp.

 

Referent: Axel Seiz

Bereich Strömungsrettung: Ralf Böhm

Bereich Raft: Gerald Teichmann

Kontakt: Wasserrettungsdienst {at} Bayern.DLRG.de