10.05.2018 Donnerstag Kinderfalle Gartenteich - unterschätzte Gefahr

Foto: DLRG

Im vergangenen Jahr sind in deutschen Gartenteichen, Privatpools, Planschbecken oder Bächen 16 Menschen ums Leben gekommen, darunter waren vier Kinder im Vorschulalter. Diese Zahlen hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jetzt bekannt gegeben.

Nach Angaben der Lebensretter sind Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Eltern die häufigste Unfallursache. „Vielen jungen Familien mit kleinen Kindern ist die drohende Gefahr offenbar nicht bewusst. Selbst ein kleiner Teich mit geringer Wassertiefe kann zur tödlichen Bedrohung werden“, sagt Achim Haag, Präsident der DLRG.

Da Wasser gerade kleine Kinder magisch anzieht, raten die Sicherheitsexperten der weltweit größten Wasserrettungsorganisation allen Eltern, ihre Sprösslinge beim Spielen im Garten nicht aus den Augen zu lassen und sie frühzeitig über Gefahren, die im und am Wasser lauern, aufzuklären.

Das Heimtückische: Kinder hören einfach auf zu Atmen, wenn sie unter Wasser sind - es reichen wenige Zentimeter. Schutzreflexe wie bei Erwachsenen sind noch nicht ausgeprägt.

„Das Motto ‚Augen auf im Straßenverkehr’ ist analog für das heimische Wasserumfeld die beste Unfallprophylaxe“, so Haag weiter. In speziellen Wassergewöhnungskursen der DLRG gemeinsam mit NIVEA „Seepferdchen für alle“ können die Kleinsten in spielerischer Form schon frühzeitig wichtige Bewegungen und lebensrettende Verhaltensweisen im Wasser erlernen, noch bevor sie richtig Schwimmen lernen. Die DLRG bietet in den meisten Städten und Gemeinden Schwimmkurse für Kleinkinder an, die von erfahrenen Ausbildern geleitet werden.

Als sichere Schwimmer gelten erst diejenigen, die erfolgreich die Prüfung zum Jugendschwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer) abgelegt haben. Eltern mit kleinen Kindern sollten bereits bei der Planung eines Gartenteichs geeignete Sicherheitsvorkehrungen treffen oder nachrüsten lassen. Wie die Ertrinkungsfälle des vergangenen Jahres zeigen, sind auch der Teich in Nachbars Garten oder der kleine Bach hinter dem Grundstück, selbst das kleine Planschbecken auf der Terrasse weitere Gefahrenquellen. Tore und Übergänge sollten deshalb so gesichert sein, dass sie von Kindern nicht geöffnet oder überklettert werden können.

Oder noch besser: erst einen Teich anschaffen, wenn die Kinder größer sind und schwimmen können.

Von: DLRG

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