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Wasserrettung

Dramatischer Einsatz in den Alpen

Veröffentlicht: 07.07.2026
Autor: Vk
Alarm am Unteren Gaisalpsee: Taucher der DLRG Sonthofen machen sich einsatzklar.
Alarm am Unteren Gaisalpsee: Taucher der DLRG Sonthofen machen sich einsatzklar.

Ein Badeunfall am Unteren Gaisalpsee im Allgäu hat am 6. Juli einen aufwendigen Einsatz der Wasserrettung ausgelöst. Zeugen hatten beobachtet, dass ein Mann untergegangen war. Der Gebirgssee hat auch im Sommer nur sehr kaltes Wasser.

Der Einsatzort auf rund 1500 m Höhe stellte die Rettungskräfte vor erhebliche logistische Herausforderungen: Der See liegt in alpinem Gelände und lässt sich zu Fuß nur aufwendig erreichen. Einsatzfahrzeuge können den See nicht direkt anfahren. Deshalb brachten mehrere Hubschrauber die Einsatzkräfte und ihre Ausrüstung an die Einsatzstelle. Die DLRG Sonthofen koordinierte die Maßnahmen der Wasserrettung. Gegen 20 Uhr fand ein Wasserretter der DLRG den vermissten Mann in etwa 3,5 Metern Tiefe. Für den 29-jährigen Touristen kam jede Hilfe zu spät. 

Neben der Suche betreuten Einsatzkräfte der DLRG die Zeugen des Vorfalls vor Ort. „Einsätze an alpinen Gewässern stellen die Wasserrettung vor besondere logistische und fachliche Herausforderungen. Die ehrenamtlichen Kräfte der DLRG trainieren regelmäßig für solche Lagen. Dennoch belasten Einsätze mit tödlichem Ausgang auch erfahrene Einsatzkräfte“, sagt der Einsatzleiter Wasserrettung der DLRG.

Warnung vor Kälteschock

Die DLRG nimmt diesen Einsatz zum Anlass, auf die besonderen Risiken von Bergseen hinzuweisen. Gerade nach anstrengenden Wanderungen kann der Körper stark aufgeheizt sein, während Bergseen auch an warmen Tagen sehr kalt bleiben. Wer dann plötzlich ins kalte Wasser geht, riskiert einen Kälteschock. Dieser kann Atmung, Kreislauf und Orientierung innerhalb kürzester Zeit massiv beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zum Ertrinken führen.

Die DLRG rät deshalb, vor dem Schwimmen in Bergseen langsam ins Wasser zu gehen, den Körper schrittweise an die Temperatur zu gewöhnen und die eigenen Kräfte realistisch einzuschätzen. Niemand sollte allein in offene Gewässer gehen. Bei Erschöpfung, Kältegefühl, Atemnot oder Unsicherheit gilt: sofort raus aus dem Wasser. Die Einsatzkräfte der DLRG leisten ihren Dienst ehrenamtlich. Sie absolvieren Ausbildung, Übungen und Einsätze in ihrer Freizeit und bringen ihre Fachkenntnis auch in anspruchsvollen und belastenden Einsatzlagen wie dieser ein.

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